Warum werden wir seekrank und warum wird einem beim Autofahren schlecht?

Seekrankheit beziehungsweise Reiseübelkeit (fachsprachlich: Kinetose) tritt durch unterschiedliche Sinneswahrnehmungen auf, also dann, wenn miteinander in Widerspruch stehende Informationen durch Sinne an unser Gehirn geleitet werden. Das Gleichgewichtsorgan in unserem Innenohr nimmt über winzige Haarzellen Beschleunigung auf unseren Körper wahr. Sensoren unter unserer Haut und unter unseren Muskeln melden dem Gehirn die Lage und Position unserer Gliedmaßen wie Arme und Beine. Als weitere wichtige Information kommt die optische Wahrnehmung hinzu, also alle visuellen Informationen, die über unsere Augen aufgenommen werden.

Wenn sich nun unser Körper wie auf einem Schiff oder in einem Fahrzeug in Bewegung befindet, ohne dass wir uns mit unseren eigenen Beinen fortbewegen, sich zudem Teile unserer Umgebung wie der Horizont bewegen während andere Teile wie die Schiffsreling starr sind, erhält das Gehirn nun miteinander in Konflikt stehende Informationen, die jedoch allesamt notwendig sind, um die Körperbalance zu halten.

Auf diese unterschiedlichen Informationen reagiert der menschliche Körper bei zirka 20 % der Bevölkerung mit stärker oder schwächer ausgeprägten Symptomen der Seekrankheit beziehungsweise Reisekrankheit. Die exakte Ursache hierfür ist noch nicht gesichert erforscht:

Eine verbreitete und gängige Theorie ist, dass der menschliche Organismus in den Frühzeiten der Evolution keinen Gebrauch von diesen Fortbewegungsmethoden machte. Anstatt dessen ernährten sich unsere Vorfahren häufiger von Beeren und Pflanzen, deren Auswirkung auf den Körper unbekannt waren. Einige giftige Beeren führten dabei zu schwerwiegenden Nahrungsvergiftungen. Im Falle des Auftretens einer derartigen Vergiftung werden ebenfalls wie bei der Seekrankheit und Reiseübelkeit die Sinneswahrnehmung verzerrt. Die ersten Symptome zwischen Nahrungsvergiftung und unterschiedlicher Sinneseindrücke per Reisekrankheit sind nahezu identisch. Als Schutzmechanismus würde der menschliche Organismus mit dem Erbrechen des Mageninhaltes reagiert haben. Auf diese Weise wurden potenzielle Nahrungsvergiftungen zumindest eingegrenzt und das Überleben gesichert. Somit wäre die Seekrankheit ein Relikt der menschlichen Evolution und ein Schutzmechanismus des Körpers, der hier durch identische Symptome fälschlich zum Tragen käme.

Letztlich reagieren Menschen sehr verschieden auf Reiseübelkeit. Der eine ist anfälliger, der andere nicht. Zu den typischen Symptomen von Seekrankheit und Reisekrankheit zählen verstärkter Speichelfluss, Schwindel, Schweißausbruch, Übelkeit bis hin zum Erbrechen, aber auch Müdigkeit und Blässe mit Kreislaufproblemen.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen bitte Arzt oder Apotheker fragen

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Foto Schiff

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